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Lichtenfelser LandArt-Konferenz 15.-18.6.2006Wie nehmen wir die Landschaft wahr, die uns umgibt, wie die Veränderungen in ihr?
Die Situation des ländlichen Raums hat sich gewandelt und verlangt nach neuen Perspektiven. Viele Künstler haben die Wahrnehmung des Lebensraums und kulturelles Selbstverständnis zum Thema ihrer Arbeit gemacht. Kann das Gestaltungswissen von Kunst bei der Suche nach zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensformen einen Beitrag leisten?
LandArt setzt Kunstobjekte in Beziehung zur Landschaft. Ein solches Kunstwerk kann auch die vergängliche Darstellung eines Prozesses oder dessen Dokumentation sein. Die Stadt Lichtenfels mit Bürgermeister Uwe Steuber als Veranstalter lädt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Reta Reinl und der Veranstaltungsagentur la-fete Susanna Krobisch,
Dort werden LandArt-Künstler, Wissenschaftler, Journalisten zum Thema LandArt referieren, Diskussionen und Präsentationen anbieten. Die Rolle von Kunst in Gesellschaft und Landschaft, regional und global, ihre Rezeption und Wirkung sollen beleuchtet werden. Kann Ökologie im Wortsinn als Aufgabe der Kunst verstanden werden, den Menschen in Beziehung zu seinem Umfeld mit künstlerischen Mitteln darzustellen? Vergleiche im ruralen und urbanen Kontext werden angestellt werden. Kann eine Verortung aufgrund dieser soziologischen, politischen, geographischen, ökonomischen und philosphischen (Kunst-) Betrachtung stattfinden und Perspektiven aufzeigen?
Auch Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit LandArt und die Auswirkungen auf spezifische Zielgruppen des Tourismus werden thematisiert. LandArt-Künstler werden über ihre Arbeit berichten, und Marcel Pinas (Surinam) und Wolfgang Horwath (Burgenland) werden LandArt-Kunstwerke an exponierten Orten installieren. Geplant ist LandArt-Filme zu zeigen und zur „open hour“ aufzurufen, während der Arbeiten und Projekte von „jedermann“ vorgestellt werden können.
Am Samstagabend, den 17.6., wird die Klosterruine Schaaken bei Lichtenfels-Immighausen den Rahmen abgeben für Musik, Klosterköstlichkeiten und Feuerspektakel. „Landpartie mit Sonnengruß“ des Berliner Performanceduos „Atlantis“wird mit bengalische Feuer, Koronaflammen, Japanische Trommeln bei Einbruch der Sommernacht den Blick der Menschen aus der Weite der Landschaft(swahrnehmung) auf die Ausdruckskraft des Feuers konzentrieren.
Umrahmt wird die Lichtenfelser Landart-Konferenz durch geführte Wanderungen (Promenadologie), Lesungen, Nordic Walking auf dem Ökotrail, Nightwalk, Picknicks und regionale Köstlichkeiten (Käse vom Basitenberghof, Pesto aus Sachsenberg, Lichtenfelser Wurzelbrot, Ahle Wurscht, Holundersekt uvm). Die Subprojektpartner aus dem Burgenland und Südtirol werden sich mit künstlerischen, journalistischen und nicht zuletzt kulinarischen Beiträge beteiligen.
Zum Abschluss gibt es am Sonntag, den 18. Juni ab 10 Uhr in Lichtenfels-Fürstenberg eine Podiumsdiskussion moderiert durch Heike Strelow (und-Institut, Frankfurt) und ein LandArt-Frühstück mit Musik und Schmankerln. Künstler, Kuratoren, Politiker, Journalisten, Natur- und Nationalparkvertreter, Lehrer, Landwirte u.a. werden zu o.g. Fragestellung Stellung beziehen, kontrovers diskutieren und vielleicht gemeinsam ein Resummé entwickeln.
Ziel der LandArt-Konferenz ist die Vernetzung, Kommunikation und Förderung der Kooperation von Künstlern, Wissenschaftlern, Tourismusexperten, Journalisten der Partnerregionen mit einem Bezug zum LandArt- Thema und die Entwicklung von Perspektiven in kreativer, intensiver Atmosphäre. Das können Vorschläge zu neuer Wahrnehmung und Identifikation mit europäischen Landschaften sein.
Alle Angebote sind öffentlich. Die Konferenzteilnahme ist nach Anmeldung bei der Stadt Lichtenfels kostenlos. Ein ausführliches Programm wird unter www.landart-konferenz.de veröffentlicht und kann zugesandt werden.
Veranstaltungsorte: Lichtenfels-Fürstenberg: Festhalle Lichtenfels-Sachsenberg: Werkhalle O11 Lichtenfels-Immighausen: Klosterruine Schaaken und Klosterscheune
Die LandArt-Konferenz findet im Rahmen der SiTaR-Projekte statt. SiTaR (sustainibility tourism and ressource-management) ist Teil der Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIC der Europäischen Union, welche die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts durch die Förderung interregionaler Zusammenarbeit zum Ziel hat. Vier Regionen der Europäischen Union (Burgenland in Österreich, die Autonome Provinz Bozen-Südtirol in Italien, der Landkreis Waldeck-Frankenberg (Land Hessen) in der Bundesrepublik Deutschland und die Westpannonische Regionalentwicklungsagentur in Ungarn) haben sich zusammengeschlossen.
Im Rahmen der 3. SiTaR-Themas „Kultur und Ökotourismus“ sind innovative Kulturangebote sowie Angebote für Zielgruppen der Naturparke vorgesehen. Im Vordergrund steht die Realisierung von sichtbaren Pilotprojekten und der Know-how Transfer. Der Schwerpunkt des 2. Abschnitts liegt in der Kultur – vor allem in der Implementierung von kulturwirtschaftlichen Aktivitäten mit der Möglichkeit der Realisierung von innovativen Präsentationen ökotouristischer und kultureller Projekte.
www.sitar.co.at www.interreg3c.net
Links zum Thema: www.greenmuseum.org Webmuseum, umfassende Infos und Texte zum Thema www.natureartbiennale.org über diese LandArtbiennale wird bei der LAK berichtet www.atelier-latent.de Spaziergangsforschung, Bertram Weisshaar www.und-institut.de Heike Strelow (Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit) www.kreativwirtschaft.net Kreativwirtschaft im Burgenland www.landwirtschaft-und-kunst.de www.hildegard-kurt.de Kunst und Agrarkultur: Ressource Kultur? ( Die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Entwicklung ländlicher Regionen) www.wikipedia.de Stichwort „LandArt“ http://zeus.zeit.de/text/2003/43/Deutschland.Natur (Zeitserie Deutschland)
11.5.2006 |